Direct Trade Kaffee:
Das Prinzip beim Direct Trade-Modell besteht für die Röster und Retailer darin, als Direktkäufer aufzutreten und mit konstanter Regelmäßigkeit die Kaffeefarmer in Afrika, Süd- und Mittelamerika persönlich aufzusuchen, die Qualität zu überprüfen und Preise auszuhandeln. Erst danach werden die benötigten Mittelsleute für die Logistikkette angeheuert und ebenfalls direkt bezahlt, so daß diese Mittelsleute keinen Einfluß nehmen können auf die Preise, die die Farmer für ihren Kaffee erhalten. Als wesentliches Merkmal des Direct Trade kommt hinzu, daß den ausgewählten Farmern ein Premium-Preis für hohe Kaffeequalität und spezielle Kaffeesorten bezahlt wird, der über den Preisgarantieren der Fair Trade-Zertifizierung liegt. Fair Trade garantiert den Farmen einen Mindestpreis, aber Fair Trade-Organisationen verhandeln darüber hinaus keine höheren Preise mit höheren Gewinnspannen für die Farmer. Direct Trade-Röster dagegen kaufen hochwertigen Kaffee, der einen hohen Preis im Wiederverkauf einbringen kann, bei solchen Farmen, die in günstigen Klimazonen liegen und deren Betreiber sich die nötigen Fachkenntnisse zum Anbau von Premium-Kaffee angeeignet haben, und zahlen ihnen „25% oder mehr“ über dem von Fair Trade garantieren Mindestpreis.